Quinoa –

mehr als nur ein Samenkorn

Für viele ist Quinoa ein kleines Samenkorn aus Südamerika – erhältlich im Supermarkt oder Bioladen, gekocht als Alternative zu Reis oder Bulgur.

Quinoa zeichnet sich durch ihren vergleichsweise hohen Eiweißgehalt aus und enthält alle essentiellen Aminosäuren. Außerdem liefert sie wichtige Mineralstoffe wie Phosphor, Kalium, Calcium, Eisen und Magnesium und ist von Natur aus glutenfrei.

Doch Quinoa ist weit mehr als das.
Es ist eine ganze Pflanze mit außergewöhnlichem Potenzial.

Aus ihr lassen sich Lebensmittel und Produkte entwickeln – von Mehl, Sirup, Essig und Alkohol über Keimlinge bis hin zu Blättern, die roh oder gekocht verwendet werden können. Selbst die natürlichen Saponine finden Anwendung, etwa als Reinigungs- oder Düngemittel.

Bitterstoffe:

Natürliche Quinoa-Samen sind von Natur aus mit Saponinen überzogen – einer bitter schmeckenden Substanz, die der Pflanze als Schutz vor Vögeln und Insekten dient.
Schwarze und rote Quinoa-Sorten enthalten in der Regel mehr Saponine als weiße Sorten.

Oft wird empfohlen, Quinoa vor der Zubereitung gründlich zu waschen.
Tatsächlich ist der Großteil der heute erhältlichen Quinoa jedoch bereits entsaponiert oder stammt aus saponinarmen bis saponinfreien Sorten, sodass ein zusätzliches Spülen meist
nicht mehr notwendig ist.

Neben ihrem hohen Nährwert und ihrer natürlichen Glutenfreiheit überzeugt Quinoa vor allem durch Geschmack.
Ihre feine, natürliche Nussigkeit verleiht herzhaften Backmischungen eine würzig-nussige Note – ideal für Brote, Pfannkuchen oder als aromatische Alternative zu Paniermehl.

Kurze Kochzeit:

Regionale, kleinere Quinoa-Samen sind bereits nach ca. 5 Minuten gar; größere Sorten aus Südamerika benötigen etwa 7 Minuten.