Quinoa verarbeiten

Durch gezielte Verarbeitung lässt sich Quinoa in ihren Eigenschaften deutlich verändern und erweitern.
Keimen, Mälzen und Mahlen sind zentrale Schritte, um aus dem Samenkorn funktionale, geschmacklich differenzierte und vielseitig einsetzbare Zutaten zu gewinnen.

Keimen – Aktivierung des Samens

Der Keimprozess setzt natürliche enzymatische Vorgänge in Gang. Dabei werden Stärke und Enzyme teilweise aufgeschlossen, was die Quinoa leichter verdaulich macht. Gleichzeitig kann es zu einer Erhöhung bestimmter Vitamine und Aminosäuren kommen, die für eine ausgewogene Ernährung wichtig sind.

Geschmacklich entwickeln gekeimte Quinoa-Samen eine mildere, leicht süßliche Note im Vergleich zu ungekeimten Körnern.

Mälzen – Aroma, Stabilität und Vielfalt

Beim Mälzen wird die Keimung gezielt gestoppt, indem die gekeimten Samen schonend getrocknet werden, zum Beispiel in einem Ofen.
Bei den richtigen Temperaturen werden dabei auch mögliche Mikroorganismen reduziert, die während des Keimprozesses entstehen können.

Durch die Wahl unterschiedlicher Trocknungs- und Rösttemperaturen lässt sich das Aromaprofil gezielt steuern.
So entsteht ein breites Spektrum an Geschmacksnoten – von hell-malzig und karamellig bis hin zu kräftig-röstig mit Anklängen von Schokolade.

Gemälzte Quinoa bildet die Grundlage für weiterführende Verarbeitungen, etwa zu Mehl oder fermentierten Produkten.